3. November 2016

#AllesEineFrageDerZeit



"People say:"Sometimes you come to a point where you don't know whether you should go right or left." But I think it's okay. Sometimes you just don't know whether it's a house that looks like a tree or a tree with windows. But that's okay. You just walk past it, down your path and you'll know sometimes. On a cold, rainy autumn day when the seasons click you'll finally know that it was neither the one nor the other: It was a house that decided to grow a fur that changes its colors according to the season. That's it - the whole secret." - Sarah Eckardt


--


Die Leute sagen: "Manchmal kommst du an einen Punkt, an dem du nicht weißt, ob du nach links oder nach rechts gehen sollst." Aber ich denke, das ist okay. Manchmal weiß man einfach nicht, ob es ein Haus ist, das aussieht wie ein Baum oder ein Baum mit Fenstern. Aber das ist okay. Du gehst einfach an ihm vorbei, deinen Weg hinunter, und irgendwann wirst du es wissen. An einem kalten, regnerischen Herbsttag, wenn die Jahreszeiten wechseln, wirst du schließlich wissen, dass es weder das Eine noch das Andere war: Es war ein Haus, das beschloss, sich ein Fell wachsen zu lassen, das seine Farbe entsprechend der Jahreszeit ändern kann. Das ist das ganze Geheimnis. - Sarah Eckardt


6. Oktober 2016

Hallo aus meinem neuen Leben.

Ich sitze da und es regnet auf mich nieder. Mit Informationen meines zukünftigen Lebens. Mit dem, was ich sein werde - bald. Hoffentlich. Es ist alles unfassbar neu, aber alles unfassbar wundervoll, weil man sich angekommen fühlt. Um mich sitzen Menschen wie ich und doch ist keiner wie ich. Das ist so wunderbar. Ich hab mich heute in mein erstes Seminar eingechrieben. Es heißt "Ethik der Sorge für Andere und sich selbst". Und wollt ihr wissen worum es darin geht? Um Liebe. Liebe und Selbstliebe. Das Seminar geht 4 mal 6 Stunden. Wir reden 4 mal 6 Stunden darüber andere zu lieben, Empathie und darüber sich selbst zu lieben. Ich weiß nicht ob man das verstehen kann, aber ich bin mir nicht sicher ob es etwas Schöneres geben kann. Für viele (vielleicht für alle) klingt das vielleicht melodramatisch und vielleicht ist es das auch. Aber ich weiß jetzt, dass es einen Ort gibt, an dem es das nicht ist. An dem es Menschen gibt, die es einfach tun: 4 mal 6 Stunden über Liebe reden. Und dort bin ich nun angekommen. Endlich.
Ich kann nicht ausdrücken wie richtig ich mich fühle - ich wünschte ich könnte es. Ich weiß nicht, ob man sich vorstellen kann, wie sehr ICH das hier ist - ich wünschte man könnte.

2. Oktober 2016

Ein bisschen Erkenntnis


Und wenn wir uns ein Bild machen
von Menschen oder Momenten
dann ist das Gute daran, dass es sich nicht mehr ändern kann.
Und wie paradox es ist, dass genau das auch das Schlechte ist.
Weil sehen wir nicht mehr, als das was wir gezeichnet,
was wir fotografiert und dass auf schwarz weiß Bildern alles schwarz weiß ist. Dass wir alle bleich sind, und wir auf den Bildern immer lachen
auch wenn die Party scheiße war.


Und früher als ich klein war, dachte ich immer dass „Make love, not war“
bedeutet „Macht Liebe nicht wahr“ und wusste nicht was an Liebe das Schlechte war.
Und ich dachte immer, dass wenn man Apfelkerne isst,
man danach ein Apfelbaum ist,
ein Baum in mir wächst
verletzt, als ich rausfand, dass das nicht stimmt.
Ich hätte gern noch mit diesem Bild von Apfelkernen weitergelebt,
Hätte ich eine Karriere als Apfelpflücker angestrebt.
Weil ich dann gedacht hätte, dass Apfelbäume aus Menschen sind
und dass in dem Apfel, den ich pflücke ein neues Leben beginnt.
Klingt kindisch klug, wenn man vergisst,
 dass ich lange Zeit gedacht habe, dass Semikolon ein Zauberspruch ist,
dass Frankreich in Paris ist, Italien in Rom liegt und der Kondensstreifen das Flugzeug schiebt. Und als ich in die Kirche ging
Hab ich mich gefragt warum jeder „Hallo Julia“ singt.
Und die Orgel blieb mir besonders in Erinnerung
Die weißen Tasten für eine Hochzeit, die schwarzen für eine Beerdigung.
Wenn ich die Augen zuhalte, kann mich niemand sehen,
ich dachte wir werden nicht nass, wenn wir ganz schnell durch den Regen gehen.
Ich dachte immer, dass die Welt vor dem Zweiten Weltkrieg schwarz weiß war
und war froh, dass es jetzt endlich Farben gibt.
Und ich dachte immer, dass eine Mülltonne eine Tonne wiegt.
 Und, dass es „Strebergarten“ heißt und diese Gärten nur für Streber waren, Und ich erzählte rum, dass meine Eltern Geschwister sind, weil sie den gleichen Haarschnitt tragen. Ich dachte das wäre was Besonderes,
Und ich dachte, Windräder wären riesige Werbungen für Mercedes.
KZ heißt ausgeschrieben Kinderzimmer
Und Herr der Ringe ist die Verarsche von Harry Potter,dacht ich immer.



Das klingt alles irgendwie logisch und heute denke ich es wäre schön
hätte ich manche Bilder von Dingen behalten können, hätte ich
die Welt anders gesehen.
Und ich hab mich mal gefragt, ob dumme Leute glücklicher sind
Und ob es wirklich stimmt, dass das Leben nicht mit dem Apfel beginnt.


Ob sich die Bilder, die wir uns machen sich immer noch verändern je älter wir werden. Ob sie irgendwann komplett erstarren und sie uns nicht weiter belehren.

Die guten alten Zeiten sind gar nicht so gut gewesen,
und Schiller’s Räuber jetzt nicht mehr so scheiße, als im Moment, als ich es gelesen. Die Momente verlieren an Intensität, werden blasser und leichter
Der Schmerz in ihnen verliert sich und die Freude daran vergeht.

Und vielleicht ist das der Grund, warum wir uns zurücksehnen,
nach Momenten, die im Moment gar nicht so waren, als wir sie nach der Zeit sehen.


Lass uns immer sicher gehen, dass das Glas nicht halb voll,
und nicht halb leer, sondern ganz leer ist,
bevor wir gehen.
Und Neuanfang nicht ein anderes Wort für sich im Kreise drehen.
Lass uns synthetische Urteile bilden, kein Wort für ein anderes sprechen lassen, lass uns die Worte sprechen und die Urteile beiseite lassen

Uns reinen Wein einschenken
und ihn nicht verschwenden in den Händen, wo sie ihn zu Wasser machen.


Wenn wir unsere eigene Wahrheit erfinden, die für uns wahr ist,
für uns gilt, ist das dann das selbe als würden wir lügen?
Stimmt es, dass man über wenig nicht meckert, wenn man es nicht anders kennt?
Wenn ich Apfel als Banane kenne, ist der Gegenstand dann anders, 

nur weil ich ihn anders nenn’?
Sind die Gefühle in uns gleichstark, gleich vehement,
Bin ich es selbst oder der Schnaps, der beim schlucken brennt?
Will man auf rhetorische Fragen wirklich keine Antwort
oder gibt es sie einfach nicht,
ist mein schwarz auch dein schwarz und siehst du das gleiche blau wie ich?
Brechen wir gleich schnell zusammen unter der Bürde.
Vielleicht meinen wir mit Banane in Wirklichkeit auch Penis, was die Form erklären würde.


Liegt wie wir die Dinge sehen an den Augen oder der Perspektive.
Oder warum siehst du sonst in den Dingen nur das Positive.

Und eigentlich ist es egal, ob es auf diese Fragen eine Antwort gibt
denn ich gehe einfach davon aus, dass die Antwort in der Frage liegt.
Zum Beispiel bei der Frage „Was willst du werden, wenn du groß bist?“
 kann es keine andere Antwort geben als „groß will ich werden“, wenn die Frage schon die Antwort ist.

Und Trümmer sind es nie, was Erkenntnisse erschaffen,
nur Gewohnheit und Antworten auf Fragen, die wir nicht gestellt haben.
So ähnlich wie wenn man sagt „Was dich nicht umbringt macht dich stark“
Und wer weiß, ob ich irgendwann vielleicht rausfinde, dass das Wasser gar nicht blau ist, und was geschieht wenn du in Wirklichkeit ein Baum bist.
Und ob die Sonnen nicht mehr strahlen, wenn Kinder sie nicht mehr oben in die Ecke malen. Die Erkenntnis meiner Gedankenergüsse, dass das Leben von Veränderung lebt,
Macht mich heute klüger und ich weiß endlich, dass der Eiffelturm in London steht. 


(C) SARAH ECKARDT

PRINZESSIN (FÜR DEN ABIBALL)

Wir können aus den Dingen immer das Beste, oder das Schlechteste machen. 
Aber ich hoffe, wir machen das Beste. 
Ich hoffe, wir sehen Dinge, die uns aufschrecken lassen. 
Ich hoffe wir fühlen, was wir nie zuvor gefühlt haben. 
Ich hoffe, wir treffen Menschen, die die Dinge anders sehen.
Ich hoffe, dass wir in Niederlagen Chancen sehen und in Entscheidungen Befreiung.
Ich hoffe, wir leben das Leben, das wir uns gewünscht haben und ich hoffe, wir können stolz darauf sein. 

Und wenn wir herausfinden, dass wir es nicht sind, dann hoffe ich, dass wir den Mut finden nochmal neu anzufangen:

Ich will nicht richten über die Einfachheit der Dinge, aber was ich gewiss sagen kann, ist etwas über die Möglichkeit der Dinge.
Und wir wollen nicht vermuten wer wir sein werden, in ein paar Jahren,
aber wir kommen nicht umhin, zu wissen wer waren und wer wir heute sind:

Wir wollten Feuerwehrmänner werden, sogar ich wollte Feuerwehrmann werden.
Und wenn man das so anschaut, wäre das zu erreichen so unendlich leicht gewesen.
Aber mit den Jahren wächst der Anspruch, wächst die Erwartung,
am meisten die, die man von sich selbst hat.


Die Menschen reden von „Verwirklichung“, von „entfalteter Persönlichkeit“,
während es für mich nur die Frage gab, ob mir meine Mutter die kaputte Fensterscheibe verzeiht. Aber eine reparierte Scheibe ist keine neue Scheibe und ich nicht bereit jemand Neues zu sein, jemand großes zu sein, während ich mir nur die Frage stelle, wo sind die Gläser für den Wein?


Und dann kam die Sache mit den Gläsern, ob halb voll oder halb leer,
während mein Körper noch dabei war am Alkohol von gestern Nacht zu zehren.
Und irgendwann ist man dann „offiziell erwachsen“. Und es wird erwartet, dass man die Bedeutung davon kennt.
 
Und bevor man den Unterschied zwischen Demenz und Alzheimer weiß, ist man dann „offiziell dement". 

Und je älter man wird, je mehr weiß man seine Naivität von damals zu schätzen, es war alles so viel einfacher, man musste sich mit nichts auseinandersetzen. Aber man hat immer zwei Möglichkeiten:
Entweder wir bleiben stehen, sehen was wir verloren haben,

oder wir gehen weiter und schauen was wir gewinnen können.
Nie soll Aufgeben ein Thema sein,
denn mit seinen Träumen und Wünschen neben sich ist man niemals allein.

Mit dieser Armee, die sich bildet aus dir und deinen Träumen musst du losziehen.

Du musst nicht erwachsen sein, du darfst nur dem Kampf dich nicht entziehen.
Du musst nicht bereit sein dich für immer für einen Beruf zu entscheiden,
du musst nur wissen was du heute willst und dir bewusst sein über deine Möglichkeiten. Nicht für immer - nur für heute. Und morgen für morgen.
Nicht heute für morgen, nicht morgen für übermorgen. Nur jetzt für jetzt.


Und du wirst keinen Tag aufstehen müssen, an dem du einen Traum verpasst, denn du stehst nur für die Träume auf, für die du dich heute entschieden hast.

Du musst nicht zufrieden sein mit etwas, mit dem du nicht zufrieden bist.
Musst eine Sache nicht so sehen, wie sie ganz einfach nicht ist.


Musst die Wirklichkeit nicht verdrehen, dich nicht täuschen lassen,
von Menschen die nicht träumen können, Menschen, die ihre Entscheidungen der Vernunft überlassen.

Menschen die ihr Glück inszenieren in dem sie täglich auf Vernunft plädieren und sich für die Massen degradieren.

Denn weinende Menschen sehen, wenn man einen Kopfstand macht, auch lachend aus. Und wenn man die Augen zu macht, klingt der Regen wie Applaus.
Und es ist nicht zu spät heute aufzustehen und zu träumen,
auf den Bühnen der Welt, statt in den Arbeitsräumen.

Auf die Frage „Was willst du werden, wenn du groß bist?“
Antwortest du nur, wenn heute groß zu sein dein Traum ist.

Und lasst euch nicht erzählen, dass die zeit so schnell vergeht, obwohl es wirklich stimmt denn auf einmal ist man zwanzig und morgen sind es schon andere, die zwanzig sind. Wir müssen nicht erwachsen sein, um groß zu sein,
und an dieser Stelle fällt mir kein passender Reim ein.
Weil sich Selbstverwirklichung nicht auf Spaß reimt.


Wenn die Schnelllebigkeit der Zeit ein Zeichen von Bewegung ist,
dann hoffe ich, dass das, was euch bewegt, morgen nicht verschwunden ist. Dass in Zeiten wie diesen wir festhalten können an dem, was wir uns wünschen,

und wenn’s in Berlin nicht klappt, dann gehen wir halt nach München.
Wir sind groß geworden in einem Meer von Berufen,
deshalb wünsch ich uns von Herzen, dass wir finden, wonach wir suchen.


Wenn wir nicht mehr gehen können, versuchen wir halt zu fliegen,
und denkt daran euer Haus nicht aus Stroh zu bauen, sondern aus Ziegeln.
Egal wer oder was wir sein werden in ein paar Jahren,
das werden wir noch früh genug erfahren.
Was ich weiß ist, wir fingen an vor 13 Jahren in einem Klassenzimmer,
und heute sind wir hier als des Abend’s Gewinner.


Egal ob Sport, Technik, Medizin oder Kunst,
erheben wir jetzt das Glas und trinken einfach auf uns.

Und versuche ich die Frage des Berufes in ein paar Gedanken zu klären. Wäre meine Antwort heute:
Vielleicht sollte ich doch Prinzessin werden. 



(C) SARAH ECKARDT

DER SCHLOSSER

Mein Sohn du wirst mal Schlosser, wie der Papa das auch ist, 
mir egal ob du das möchtest, ob du zufrieden damit bist.
Und so ging der Sohn zur Schule, weder Lust noch Müh’ war da, 
weil der Sohn nicht werden wollte Schlosser, wie Papa.

Und sie redeten lange, er hoffte, dass sie nicht mit ihm scherzten,
denn sie sagten: „mit dem Alltag wist du bald Schlosser auch im Herzen“ 

Und so hatte er sich bald im Schlosseralltag verirrt,
und vergebens darauf gewartet, dass er im Herzen Schlosser wird.


Und wie in einem Labyrinth, von dem man träumt irgendwann raus zu sein, 
lief und lief er weiter, in die Dunkelheit hinein.
Die Dunkelheit steht symbolisch für die Leere, die ihn umgab,
weil er keinen Tag erlebte, an dem er nicht der Schlosser war.


Und weil er nicht der Schlosser sein wollte, im Herzen nie der Schlosser war, spielte heimlich der Sohn Geige abends in der Bar.
Die Leute hörten fleißig zu und sie liebten ihn
und so fand der Schlosser einen Weg dem Alltag zu entfliehen.


Schon bald war er bekannt, in zahlreich Stadt und Land,
Es gab keinen Tag an dem einer diese Leidenschaft nicht sah
und so wurde der Schlosser Geiger, mit Haut und auch mit Haar.
Durch sein Herz floss Glück und Freude, durch Mark und auch durch Bein, 

denn musste er nie wieder nur der Schlosser sein.

Und als da kam sein eigener Sohne in das Leben und auf die Welt, 
sagte er ihm täglich: Bitte mach, was dir gefällt.
Du musst nie ein Schlosser sein, wenn du im Herzen keiner bist, 

du musst nie ein Geiger sein, wenn das nicht dein Wunsche ist.

Und so lebten sie glücklich, zufrieden und zu dritt,
und der Sohn musste nie warten bis das Leben besser wird.


Ich traf den Geiger gestern und habe ihn gefragt,
was er uns gerne sagen will, ich bat ihn um seinen Rat: (und er sagte:)
Wenn man ernten muss, was andere gesät,
bitte denke immer daran: Um Geiger zu werden ist es nie zu spät.
Schlosser zu sein hat auch sein Gutes, man muss zwischen den Zeilen lesen:
Ich hätte nie die Tür zum Geiger öffnen können, wär ich einst kein Schlosser gewesen. 


(C) Sarah Eckardt

Eine riesen große Ehre war es für mich, dass ich vor einigen Wochen das Künstlerselfie der Selbstdarstellungssucht sein durfte. Die liebe Veronika hat einen Artikel über mich geschrieben, schaut ihn euch gerne an!
Ihr Lieben!
Ich musste für meine Präsentations-Abitur-Prüfung ein fiktives Video drehen (Nur für die Prüfung). Mein Thema war: "Trailer für ein Musikvideo". Das ist es: